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Das DING des Monats: eine monatlich wechselnde Präsentation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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DING des Monats Juli 2006: Literarisches zu den DingenPablo Neruda Ode an die Dinge Ich liebe die Dinge über alles, alles. Ich mag die Zangen, die Scheren, ich schwärme für Tassen, Serviettenringe, Suppenschüsseln - vom Hut ganz zu schweigen. Ich liebe alle Dinge, nicht nur die höherstehenden, sondern auch die un- end- lich kleinen, den Fingerhut, Sporen, Teller, Vasen. (...) Ich liebe alle Dinge, nicht weil sie brennen oder duften, sondern ich weiß nicht warum, weil dieser Ozean dir gehört, mir gehört: Die Knöpfe, die Räder, die kleinen vergessenen Schätze, die Fächer, in deren Federn die Liebe ihre Orangenblüten wehte, Gläser, Messer, Scheren - auf allem findet sich, am Griff, am Rand, einer Fingerspur, die Spur einer entrückten, ins vergessenste Vergessen versunkenen Hand. Ich gehe durch Häuser, Straßen, Fahrstühle und berühre dabei Dinge, erkenne Gegenstände, die ich insgeheim begehre: mal weil sie läuten, mal weil sie so weich sind wie die Weichheit einer Hüfte, dann wieder, weil sie wie tiefes Wasser gefärbt oder dick wie Samt sind. O unumkehrbarer Strom der Dinge, keiner kann sagen, ich hätte nur die Fische geliebt oder die Gewächse des Urwalds und der Wiesen, ich hätte nur geliebt, was hüpft, klettert, überlebt und seufzt. Falsch: Mir sagten viele Dinge vieles. Nicht nur sie rührten mich oder meine Hand rührte sie an, sondern so dicht liefen sie neben meinem Dasein her, dass sie mit mir waren, dass sie ein halbes Leben mit mir lebten und dereinst auch einen halben Tod mit mir sterben. Ding des Monats - Archiv |
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