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DING des Monats
Januar 2007:
Prunkkanne im Stil der Neo-Renaissance
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Prunkkanne aus legiertem Gips, Ende 19. Jh., Zinkguss, H 54 cm |
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"5. Material-Surrogate, die es auf eine Irreführung des Beschauers
abgesehen haben; geringes Material, das sich das Aussehen eines
wertvolleren geben will:
"Holz", das keine Holz ist, sondern lackierter oder vergoldeter Gips, Stuckmasse, Papiermaché.
"Keramik", die keine Keramik ist, sondern Milchglas (für Porzellan des
18.Jahrh.), Gußeisen (für Wedgwood-"Basaltwaren"), emailliertes
Eisenblech (für Fayence), Zinkguß (für Terrakotta), Stearin (für
Biskuitporzellan) etc.
"Metall", das kein Metall ist, sondern z.B. lüstrierter, bronzierter
und patinierter Ton, Glas etc. oder ein geringeres Metall: Zinkguß
statt Bronze, Alpaca statt Silber etc.
"Leder", das kein Leder ist, sondern Leinwand, gepreßtes Papier,
Lincrusta etc. - Ferner Kunststein, dann Linoleum, Celluloid, Galalith
usw., sofern diese andere Materiale vertäuschen."
Aus der Aufzählung der Materialfehler in: Geschmacksverirrungen im Kunstgewerbe, Führer für die neue
Abteilung im Königl. Landes-Gewerbe-Museum Stuttgart, Gustav E.
Pazaurek, 1909
Ding des Monats - Archiv
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