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DING des Monats
April 2007:
Die Selbstbau-Antenne
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Antenne aus einer verlassenen Kaserne der ehemaligen Roten Armee, 1990er Jahre |
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Diese Selbstbau-Antenne stammt aus dem Kontext der ehemaligen Kasernen der Sowjetarmee rund um Berlin.
Aus Blechresten, Metallstangen, Plastikstücken, Lattenfragmenten,
Draht, Schnur und Kabel von den russischen Soldaten konstruiert, sind
die Antennen (das Museum besitzt einige) zum Rundfunk- und
Fernseh-Empfang benutzt und beim Abzug in den 1990er Jahren als Müll
zurückgelassen worden. Das Werkbundarchiv - Museum der Dinge hat sie
dann in den verlassenen Kasernen rund um Berlin gefunden und in seine
Sammlung aufgenommen.
Weitere Fundstücke von ähnlich bizarrem Reiz gehören ebenfalls zur
Sammlung: Sportgeräte, z.B. Hanteln aus verschweißten Zahnrädern und
Eisenbahnachsen, eine Sammlung Besen und Objekte zum Feuerlöschen. Im
Kontext der ehemaligen Kasernen und auch im Alltagsleben Russlands bzw.
der GUS-Staaten waren diese Objekte von größter Banalität, Notprodukte.
Natürlich repräsentierte diese Ansammlung nicht den technischen
Standard der Roten Armee, aber trotzdem waren die Fundstücke dem dort
herrschenden Mangel in Bezug auf die individuellen Bedürfnisse der
Soldaten und im alltäglichen Kasernen-Leben geschuldet. Jede Antenne
ist trotz ähnlicher Formen und Materialien ein Einzelstück, ein Unikat.
Ding des Monats - Archiv
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