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DING des Monats
Juni 2008:
Die Kuba “Komet”
Perfekt verkörperte sie den Geist des Wirtschafts-wunders - die zwischen 1957 und 1962 gefertigte Fernseh-, Radio-, Phono-Kombination "Komet" der Wolfenbütteler Tonmöbel-fabrik Kuba - nach oben waren ihr scheinbar keine Grenzen gesetzt.
Das Luxus-Unterhal-tungsmöbel mit dem futuristischen Design wartete mit allem auf, was der moderne Konsument damals wünschte: Ein mit Polyesterhochglanz überzogenes Gehäuse aus Riegelahorn und Wengé enthielt einen Fernseher mit 59 cm Bilddiagonale, ein Vollstereo-Rundfunk-Chassis, einen Plattenwechsler und acht Lautsprecher. Auf Wunsch wurde zusätzlich ein Magnetophon eingebaut.
Die Konzerttruhe erstreckt sich über 1,71 m in die Höhe, 2,16 m in die Breite und wiegt stolze 131 kg. Ihr Oberteil kann samt TV-Gerät geschwenkt werden. Damit sollte sie größtmöglichen Fernsehkomfort bieten und zugleich an das Segel einer Yacht erinnern. Inspirationsquelle war hier wohl eine Leidenschaft des Firmengründers und Lebemanns Gerhard Kubetschek, der sich gern mit Segelyachten, schnellen Autos und Privatjets umgab.
Stolz war auch der Preis der Kuba Komet: Im Jahre 1959 kostete sie 2.798 DM - plus 429 DM für das Magnetophon. Dies entsprach einem Vielfachen des damaligen deutschen Durchschnittsgehalts. Trotz dieser Hürde entwickelte sich die eigentlich als Messegag gedachte Kuba Komet zum Verkaufsschlager und die wenigen verbliebenen Exemplare erzielen bei Liebhabern auch heute noch Höchstpreise.
Ding des Monats - Archiv
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