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Das DING des Monats: eine monatlich wechselnde Präsentation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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DING des Monats Juli 2008: Wachpostenstiefel
Ein Stiefel, 30,5 cm hoch, 33 cm lang und 12 cm breit. Es kann ein rechter oder ein linker Stiefel sein, beide unterscheiden sich nicht. Das erinnert an Pantoffeln; bei allen anderen Schuhen ist die Schuhform an die unterschiedliche Formung des linken und rechten Fußes angepasst. Woraus? Filz ist ein Textilerzeugnis aus Wolle und/oder anderen Tierhaaren. Bei der Verarbeitung unter Einwirkung von feuchter Wärme, Druck und Seife umschlingen sich die Fasern und ein wärmender, temperaturbeständiger und feuchtigkeitsabweisender Stoff entsteht. Leder ist eine von Haaren befreite und gegerbte, meist auch gefettete und gefärbte Tierhaut. Lederschuhe brauchen besondere Pflege, da das Leder sehr großen Belastungen ausgesetzt ist. Holz ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Hauptsubstanz der Stämme, Äste und Wurzeln der Holzgewächse. Holzsohlen werden meistens aus einem einzigen Stück Holz hergestellt. Nagel ist ein Drahtstift aus einem zugespitzten Schaft und flachem Kopf zur Verbindung von Teilen. Im Eisenbahnoberbau braucht man geschmiedete Nägel, bei der Schuhherstellung auch Holznägel. Holznägel, auch Holzverbindungen genannt, werden dazu verwendet, Hölzer dauerhaft zu binden. Für wen? Zunächst hergestellt für Soldaten im Krieg, später u. a. getragen von Verkehrspolizisten und Bahnarbeitern. Und sonst? Ende Januar 1945 schreibt ein amerikanischer Obergefreiter in einem Brief an seine Eltern: „Ihr solltet die neuen Schnee-Überstiefel sehen, die wir erhielten. Sie sind fast so gut wie Schneeschuhe. Sie sollen verhindern, dass man wegen erfrorener Füße und Frostbeulen ins Krankenhaus kommt.“ Die Stiefel schützen Friedrich Balch („Fred“) aber nicht vor einer Percussions-Granate, die im März 1945 seinen Oberschenkel zerfetzt und an deren Folgen er stirbt. Pina Nell Der Text entstand im Seminar "Einführung in den Kulturjournalismus" von Annett Gröschner und Jule Körber an der Universität Hildesheim, 2008. Ding des Monats - Archiv |
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